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Projektbeispiele

AHEAD – ein Förderprogramm, das junge Innovationen zur Marktreife befähigt

Warum brauchen wir dieses Programm?

Deutschland ist auf vielen erkenntnisgetriebenen Forschungsgebieten Spitzenreiter. Tagtäglich entwickeln Forscherinnen und Forscher Innovationen und Technologien, die unserer Zukunft neue Perspektiven bieten. Viele von ihnen schaffen es jedoch nicht, die Hürde eines erfolgreichen Technologietransfers zu nehmen und Marktreife zu erlangen.

Durch gezieltes Fördern und Begleiten von Forscherteams soll sich die Gründungsintensität und -geschwindigkeit junger, technologiegetriebener Start-Ups signifikant erhöhen. Damit werden nicht nur die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft gefördert, sondern auch technische Lösungen zum Wohl der Gesellschaft in die Anwendung gebracht.

Wem nutzt dieses neue Programm?

Mit AHEAD erhalten Forscherinnen und Forschern gezielte Trainings und Coachings, um ihre noch jungen Innovationen zu tragfähigen Geschäftsmodellen weiter zu entwickeln. Ziel ist es, die Entwicklungen als Start-Ups oder über Lizensierung an Unternehmen am Markt verfügbar zu machen.

Wie ist das Programm aufgebaut?

Um die technologischen Forschungsideen auf Zukunftsfähigkeit zu testen werden die Forscherteams zunächst zu einem viertägigem Bootcamp eingeladen. Nach Bestehen dieses Stresstests können sich die Teams für die erste Phase von AHEAD bewerben. In dieser werden Team, Markt und Produkt validiert. Am Ende der ersten Phase steht die Teamzusammenstellung sowie die Produkt- und Vermarktungsstrategie fest. Mit Start der zweiten Phase beginnt die Umsetzung des Technologietransfer-Konzepts in den Markt.

Was macht das Programm einzigartig?

AHEAD bietet Technologie-, Geschäftsmodell- und Teamentwicklung aus einer Hand. Teilnehmen können Forscherteams mit mind. zwei Mitgliedern, aber auch Gründerinnen und Gründer, die auf der Suche nach weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern sind. AHEAD schafft durch das Zusammenbringen von Forscherinnen und Forschern, Industriepartnern, Experten und Mentoren sowie dem Start-Up Ökosystem neue Synergien für die Anwendbarkeit zukunftsträchtiger Technologien.

Warum fördert die Fraunhofer-Zukunftsstiftung das Programm?

Für die Fraunhofer-Zukunftsstiftung wurde das etablierte Programm AHEAD um die Reihe »Sustainable Entrepreneurship« ergänzt. Hier erhalten insbesondere diejenigen Forscherinnen und Forscher Unterstützung, die technologische Lösungen für drängende gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt haben. Die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen dienen bei der inhaltlichen Verortung des Begriffs »Nachhaltigkeit« als Richtschnur. Damit adressiert und verbindet die Fraunhofer-Zukunftsstiftung bewusst die beiden Zieldimensionen Kommerzialisierungspotential und Nachhaltigkeit miteinander.

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Smartpump

Die Smartpump ist ein Mini-Labor »to go«: Sie passt sowohl in ein Mobiltelefon, als auch in einen Jackensaum, kann mit einem Pflaster an der Haut fixiert und sogar in den menschlichen Körper iplantiert werden. Sie misst in Kombination mit geeigneten Sensoren zum Beispiel Feinstaub, giftige Gase, Feuchtigkeit oder den Insulinspiegel. Außerdem kann sie als Mikropumpe kleinste Mengen an Gas oder Flüssigkeit genau dosieren. Überall dort, wo kleine mobile Analyse und Dosiermöglichkeiten einen Mehrwert bringen – etwa als Teil eines Frühwarnsystems oder für medizinische Anwendungen eröffnet die Smartpump neue Lösungen.

 

JOSEPH

Sprachassistenten wie Alexa oder Siri vereinfachen den Alltag von Millionen Menschen. Wir navigieren per Spracheingabe, streamen unsere Lieblingssongs und lassen uns die aktuellen Nachrichten vorlesen. Die intelligenten Helfer sind in vielen Bereichen längst nicht mehr weg zu denken. Zunehmend jedoch stehen sie in der Kritik, weil sie »nebenbei« sensiblen Daten der Nutzer sammeln und weiterverarbeiten. Aus Datenschutzgründen verzichten viele Unternehmen und Organisationen daher auf den Einsatz von »fremder« Sprachassistenz-Software, obwohl die Technologie enormes Potential bieten würde.

 

AHEAD

Mit AHEAD erhalten Forscherinnen und Forschern gezielte Trainings und Coachings, um ihre noch jungen Innovationen zu tragfähigen Geschäftsmodellen weiter zu entwickeln. Ziel ist es, die Entwicklungen als Start-Ups oder über Lizensierung an Unternehmen am Markt verfügbar zu machen. Durch gezieltes Fördern und Begleiten von Forscherteams soll sich die Gründungsintensität und -geschwindigkeit junger, technologiegetriebener Start-Ups signifikant erhöhen. Damit werden nicht nur die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft gefördert, sondern auch technische Lösungen zum Wohl der Gesellschaft in die Anwendung gebracht.

 

EDDA

Die Bilderkennungs-Software EDDA erleichtert Hilfskräften den Einsatz in Katastrophengebieten. Sie liefert ein aktuelles und belastbares Lagebild, das die rasche Verteilung von Hilfsgütern sichert und damit Leben rettet.

 

FAVRE

Weltweit ist Beton der meistverwendete Werkstoff. Bei der Zementherstellung entsteht allerdings klimaschädliches Kohlendioxid (ca. 700 kg CO2 je Tonne Zement) und geeigneter Bausand als Ausgangsrohstoff wird immer knapper. In manchen Regionen der Welt bilden sich bereits mafiöse Strukturen, die Sand illegal von Küstenlinien und aus Flussbetten rauben. Der Ressourcenverbrauch an Sand und Kies, welcher für die Herstellung von Beton benötigt wird, beträgt jährlich rund 40 Milliarden Tonnen. Bildlich dargestellt könnte aus dieser Menge Sand eine Mauer mit einer Breite und Höhe von 27 Metern um den Äquator gebaut werden.

 

Ihr Herzensprojekt

Im Rahmen der Fraunhofer-Zukunftsstiftung können Sie gezielt die Forschungsprojekte fördern, die Ihnen besonders am Herzen liegen. Ein Stiftungsengagement bietet Ihnen eine Reihe von Vorzügen. Die Fraunhofer-Zukunftsstiftung will diese zukunftsträchtigen Entwicklungsansätze gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft in Bewegung bringen und neue Perspektiven bieten. Ein Stiftungsengagement kann jungen Ideen, Unternehmen und Produkten Starthilfe leisten, deren Markeintritt beschleunigen und passende und aussichtsreiche Anschlussfinanzierungen erschließen.